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Das Wort zum Sonntag - Gedanken und Impulse zum Wochenende
Frauen-Segen

 

Bernadette Klens
(c) B.Klens

Es ist schon etwas Besonderes: Die Geburt eines Kindes ins Leben erfordert einen klaren Schnitt – das Durchtrennen der Nabelschnur. Vor der Entbindung versorgt diese wunderbare Erfindung der Natur das Kind im Mutterleib mit allem, was es braucht. Doch erst, wenn die bisher lebensnotwendige Verbindung durchtrennt ist, wird eigenes Leben auf der Welt ermöglicht – für Mutter und Kind gleichermaßen bedeutsam. „Sie muss dieses kleine Wesen als Gegenüber wahrnehmen und in die Eigenverantwortung entlassen“ (nach Susanne Herzog). Und das Kind muss nun selbstständig Bedürfnisse äußern, Nahrung aufnehmen und das eigene Leben ergreifen.

Dieser Balance-Akt geht weiter: Versorgen und Abnabeln, Nähren und selbstständig werden lassen. Er schenkt Müttern sicher viele Glücksmomente, er kann aber auch sehr kräftezehrend sein, denn nicht immer läuft alles glatt. Für viele Frauen findet ein ähnlicher Prozess zudem auch in anderen Lebensbereichen statt: in der Partnerschaft, im beruflichen und ehrenamtlichen Handeln und auch in der Pflege der Eltern. Ganz bestimmt gehört das Sorgende und Nährende als Lebensmuster zu uns Frauen, es darf aber nicht zur Überforderung werden. Und so möchte ich zum Muttertag einen Frauen-Segen von Hanna Strack weitergeben:

Gottes Segen komme zu uns Frauen,
dass wir stark sind in unserer schöpferischen Kraft,
dass wir mutig sind in unserem Recht.

Gottes Segen komme zu uns Frauen,
dass wir Nein sagen, wo es nötig ist,
dass wir Ja sagen, wo es gut ist.

Gottes Segen komme zu uns Frauen,
dass wir schreien, wo Unrecht ist,
dass wir schweigen, wo Entsetzen ist.

Gottes Segen komme zu uns Frauen,
dass wir Weisheit suchen und finden,
dass wir Klugheit zeigen und geben.

Gottes Segen komme zu uns Frauen,
dass wir die Wirklichkeit verändern,
dass wir das Lebendige fördern,
dass wir Gottes Mitstreiterinnen sind auf Erden!

Dieser „mütterliche“ Gott möchte, dass es allen Müttern und mütterlich handelnden Frauen gut geht – und so wünsche ich viel Freude am morgigen Muttertag!

Bernadette Klens, Gemeindereferentin im Pastoralverbund Schmallenberg - Eslohe


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